Landtagswahl 2026: Dr. Falko Grube (SPD) im Gespräch

Dr. Falko Grube
Foto: SPD
Dr. Falko Grube Foto: SPD

Landtagswahl 2026 – die Kandidaten im Gespräch
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Für unsere Kandidatenserie haben wir die Bewerberinnen und Bewerber aus unserem Verbreitungsgebiet mit einem einheitlichen Fragenkatalog konfrontiert.
Dabei geht es unter anderem um die politischen Ziele der Kandidatinnen und Kandidaten, wichtige Themen in den Wahlkreisen und ihre Vorstellungen für die kommende Legislaturperiode.

Heute beantwortet Dr. Falko Grube (SPD) unsere Fragen. Er kandidiert im Wahlkreis 11, zu dem Altstadt, Berliner Chausee, Brückfeld, Cracau, Herrenkrug, Kreuzhorst, Pechau, Prester, Randau-Calenberge, Stadtfeld Ost, Werder und Zipkeleben gehören.

1. Bitte stellen Sie sich in drei Sätzen vor. Wer sind Sie und was sollten die Wählerinnen und Wähler über Sie wissen?
Mein Name ist Falko Grube. Ich bin in Magdeburg geboren, 49 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Ich habe in meiner Heimatstadt studiert und promoviert. Ich bin seit 2014 Mitglied des Stadtrates und seit 2016 Mitglied des Landtages.
Alternativ: Mein Name ist Falko Grube. Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern und waschechter Magdeburger. Seit 2014 vertrete ich meine Heimatstadt im Stadtrat und seit 2016 im Landtag. Ich kenne Magdeburg, weiß, wo bei uns der Schuh drückt, und will auch in den nächsten fünf Jahren dafür sorgen, dass unsere Interessen im Landtag eine starke Stimme haben.


2. Warum kandidieren Sie für den Landtag von Sachsen-Anhalt?
Ich bin stark mit meiner Heimat verwurzelt und finde, dass wir in Sachsen-Anhalt noch immer viel zu häufig unterschätzt werden. Dabei haben wir großartige Menschen, starke Unternehmen, gute Hochschulen und Städte und Gemeinden, in denen es sich gut leben lässt. Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass wir diese Stärken besser nutzen und der Generation meiner Kinder ein Land hinterlassen, in dem sie gerne leben.

3. Welches ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung für Sachsen-Anhalt in den kommenden fünf Jahren?
Die Bezahlbarkeit der grundlegenden Dinge des Lebens und die Sicherheit der Arbeitsplätze. Wir erleben, dass alles teurer wird: Wohnen, Energie, Essen. Gleichzeitig sind viele Unternehmen in Schwierigkeiten und Menschen müssen wieder Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Dagegen müssen wir etwas tun. Entscheidend wird sein, dass sich die Menschen ein gutes Leben von ihrer Arbeit leisten können und sichere Arbeitsplätze haben.

4. Welche drei politischen Projekte möchten Sie als Erstes anpacken, wenn Sie gewählt werden?
1. Sachsen-Anhalt muss wieder sozialen Wohnungsbau betreiben, damit mehr bezahlbare Wohnungen entstehen.
2. Nach dem Schulabschluss soll es für jeden jungen Menschen 1000 Euro für den Start ins Leben geben. Damit wird es leichter den Führerschein zu machen oder die erste eigene Wohnung einzurichten.
3. Wir müssen den Staat einfacher, schneller und serviceorientierter machen: mehr digitale Dienstleistungen, weniger unnötige Nachweise und mehr Vertrauen statt immer neuer Bürokratie.


5. Was möchten Sie konkret für Ihren Wahlkreis erreichen?
Ich will, dass Wohnen in meinem Wahlkreis bezahlbar bleibt. Dafür brauchen wir wieder sozialen Wohnungsbau, gerade für Menschen, die heute nur schwer eine passende Wohnung finden. Der Sportcampus und die neue Leistungssporthalle in Ostelbien sollen mit Unterstützung des Landes gebaut werden können. Beim Bau der Tangentenbrücken darf das Land Magdeburg nicht alleinlassen. Und klar ist für mich: Das Angebot von Straßenbahn und Bus darf nicht ausgedünnt werden.

6. Welches politische Thema liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen – und warum?
Mein Herzblut gehört dem Sport. Sport ist für mich Bewegung, Gemeinschaft und Zusammenhalt. Fast 380.000 Menschen sind in Sachsen-Anhalt in Sportvereinen organisiert. Dort kommen Menschen zusammen, übernehmen Verantwortung füreinander und Kinder lernen, was Gemeinschaft bedeutet. Deshalb müssen wir unsere Vereine verlässlich unterstützen.

7. Worin unterscheiden Sie sich von den anderen Kandidatinnen und Kandidaten?
Ich sage lieber, was mich ausmacht. Ich bin ein Magdeburger Kind, dem seine Heimat am Herzen liegt. Ich versuche, Dinge anzupacken und umzusetzen, rede selten um den heißen Brei herum und verspreche keine Sachen, von denen ich vor der Wahl weiß, dass ich sie hinterher nicht halten kann.

8. Gibt es eine politische Position Ihrer Partei, die Sie kritisch sehen oder anders gewichten würden?
Natürlich gibt es Punkte, bei denen ich persönlich andere Schwerpunkte gesetzt hätte. Wir haben unser Wahlprogramm aber gemeinsam erarbeitet und beschlossen. Darin sind viele Themen enthalten, für die ich seit Jahren streite. Bei manchen habe ich mich nicht durchsetzen können, aber das gehört zur Demokratie dazu. Am Ende haben wir ein gutes Gesamtpaket, mit dem wir als Team antreten.

9. Wie möchten Sie mit Menschen umgehen, die Ihre politischen Ansichten nicht teilen?
Wie mit allen Menschen: respektvoll. Unterschiedliche Meinungen gehören zur Demokratie; entscheidend ist, wie wir miteinander umgehen.

10. Vervollständigen Sie den Satz: „Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2031 für mich erfolgreich, wenn …
… die Menschen hier sichere Arbeit haben, sich Wohnen und das tägliche Leben leisten können und ihre Kinder gute Chancen haben, ohne dafür Sachsen-Anhalt verlassen zu müssen. Dafür müssen wir am 6. September die richtigen Weichen stellen. Die SPD macht dabei einen Unterschied.

Zum Abschluss noch einige persönliche Fragen:
11. Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht Politik machen?
Zeit mit meiner Familie verbringen und mehr Sport machen. Für beides bleibt im politischen Alltag leider oft zu wenig Zeit.

12. Welches Buch, welcher Podcast oder welche Zeitung hat Sie zuletzt besonders beeindruckt?
Dirk Oschmann: Der Osten – Eine westdeutsche Erfindung

13. Worauf sind Sie außerhalb der Politik besonders stolz?
Auf meine Familie.

14. Kaffee oder Tee? Frühaufsteher oder Nachteule?
Im Sommer mehr Kaffee, im Winter mehr Tee. Frühaufsteher.

Dr. Falko Grube
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