Landtagswahl 2026: Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen) im Gespräch

Olaf Meister
Foto: Jan Christophelle
Olaf Meister Foto: Jan Christophelle

Landtagswahl 2026 – die Kandidaten im Gespräch
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Für unsere Kandidatenserie haben wir die Bewerberinnen und Bewerber aus unserem Verbreitungsgebiet mit einem einheitlichen Fragenkatalog konfrontiert.
Dabei geht es unter anderem um die politischen Ziele der Kandidatinnen und Kandidaten, wichtige Themen in den Wahlkreisen und ihre Vorstellungen für die kommende Legislaturperiode.

Heute beantwortet Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen) unsere Fragen. Er kandidiert im Wahlkreis 13, zu dem Beyendorf-Sohlen, Beyendorf Grund, Buckau, Fermersleben, Hopfengarten, Leipziger Straße, Lemsdorf, Ottersleben, Reform, Salbke und Westerhüsen gehören.


1. Bitte stellen Sie sich in drei Sätzen vor. Wer sind Sie und was sollten die Wählerinnen und Wähler über Sie wissen?
Ich bin Rechtsanwalt und vertrete BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Sachsen-Anhalt. Dort bin ich für die Themen Wirtschaft, Finanzen, Kommunales und Hochschule zuständig. Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder.

2. Warum kandidieren Sie für den Landtag von Sachsen-Anhalt?
Sachsen-Anhalt steht vor wichtigen Entscheidungen. Ich möchte meine Erfahrung einbringen, damit wir unsere Wirtschaft modernisieren, gute Arbeitsplätze sichern und den notwendigen Wandel sozial gestalten. Gleichzeitig geht es bei dieser Wahl um den Schutz unserer Demokratie. Ich will, dass Sachsen-Anhalt ein weltoffenes, wirtschaftlich starkes und lebenswertes Land bleibt und dafür möchte ich weiter Verantwortung übernehmen.

3. Welches ist aus Ihrer Sicht die größte Herausforderung für Sachsen-Anhalt in den kommenden fünf Jahren?
Die größte Herausforderung für Sachsen-Anhalt ist die Demographie und damit verbunden der Erhalt von funktionierenden Strukturen des ÖPNV und der gesundheitlichen Versorgung.

4. Welche drei politischen Projekte möchten Sie als Erstes anpacken, wenn Sie gewählt werden?
1. Sachsen-Anhalt zum Land der günstigen erneuerbaren Energie machen.
2. Unsere Wirtschaft zukunftsfest machen.
3. Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen als Klimaschutz und Tourismuspolitik.


5. Was möchten Sie konkret für Ihren Wahlkreis erreichen?
1. Bestand und Modernisierung des Universitätsklinikums sichern.
2. Barrierefreier Ausbau der Bahnhöfe SKET-Industriepark und Salbke unterstützen.
3. Schnelles Glasfaser-Internet im gesamten Stadteilgebiet ausbauen.


6. Welches politische Thema liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen - und warum?
Mir liegt besonders am Herzen, Sachsen-Anhalt wirtschaftlich stark und zugleich zukunftsfähig zu machen. Auch dafür brauchen wir Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und gelebte Weltoffenheit.

7. Worin unterscheiden Sie sich von den anderen Kandidatinnen und Kandidaten?
Ich verbinde langjährige Erfahrung mit einem sehr praktischen Blick auf die Dinge. Ich bin Rechtsanwalt, seit vielen Jahren Kommunalpolitiker und Landtagsabgeordneter. Dadurch kenne ich Politik aus unterschiedlichen Perspektiven, von der konkreten Entscheidung im Stadtrat bis zum Landeshaushalt. Als Wirtschafts- und Finanzpolitiker schaue ich besonders darauf, ob Vorschläge finanzierbar sind, praktisch funktionieren und tatsächlich umgesetzt werden können.

8. Gibt es eine politische Position Ihrer Partei, die Sie kritisch sehen oder anders gewichten würden?
Natürlich gibt es bei uns Grünen, wie in jeder demokratischen Partei unterschiedliche Sichtweisen. Ich würde manches stärker aus der Perspektive praktischer Umsetzbarkeit gewichten, um zum Ziel zu kommen.

9. Wie möchten Sie mit Menschen umgehen, die Ihre politischen Ansichten nicht teilen?
Das man in der Politik mit unterschiedlichen Ansichten konfrontiert ist, ist völlig normal. Das Ringen um eine Problemlösung beinhaltet den Austausch von verschiedenen Standpunkten. Voraussetzung dafür ist, dass die Ansichten nicht der freiheitlich demokratischen Grundordnung entgegenstehen.

10. Vervollständigen Sie den Satz: "Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2031 für mich erfolgreich, wenn ...
... Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2031 (und bereits gern früher) für mich erfolgreich, wenn unterschiedlichste Menschen gerne hier leben, wir mit erneuerbaren Energien Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze schaffen und wir genug Spielraum haben, unsere Zukunft selbst zu gestalten. Und wenn wir bei allen politischen Unterschieden ein weltoffenes, demokratisches Land geblieben sind.

2. Fragen (persönlich)
11. Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht Politik machen?
Ich werde weiter meinem Beruf als Rechtsanwalt arbeiten.

12. Welches Buch, welcher Podcast oder welche Zeitung hat Sie zuletzt besonders beeindruckt?
Der unendliche Podcast "Alles gesagt" der Zeit.

13. Worauf sind Sie außerhalb der Politik besonders stolz?
Natürlich meine Familie sowie auch die Geschichte und Entwicklung meiner Heimatstadt Magdeburg und des 1. FCM.

14. Kaffee oder Tee? Frühaufsteher oder Nachteule?
Kaffee
Nachteule im Land der Frühaufsteher

Olaf Meister
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