Ein Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN teilt mit, dass die Chemieindustrie der wichtigste Wirtschaftszweig in Sachsen-Anhalt ist. Olaf Meister, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt dazu:
„Wir Grünen setzen uns dafür ein, dass Sachsen-Anhalt auch in Zukunft ein attraktiver Standort für eine starke Chemieindustrie mit gut bezahlten Arbeitsplätzen bleibt. Dafür braucht es vor allem Planungssicherheit, bezahlbare Energie, verlässliche Förderstrukturen und klare politische Rahmenbedingungen.“ Vor diesem Hintergrund hat die Fraktion am 29. April im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen ein umfassendes Arbeitspapier zur Zukunft der Chemieindustrie im Land erarbeitet. Unter dem Titel „Die Chemie muss stimmen“ benennt das Papier zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Transformation der Branche im Mitteldeutschen Chemiedreieck.
Die anstehende Umstellung der Chemieindustrie umfasst sowohl die Abkehr von der energetischen Nutzung fossiler Brennstoffe (Energiewende) als auch den Ausstieg aus der stofflichen Nutzung fossiler Ausgangsgrundstoffe (Molekülwende). Die Fraktion unterstreicht, dass dieser Wandel politisch flankiert werden muss, um der Branche mit über 10.000 Beschäftigten allein in Sachsen-Anhalt den Weg hin zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft zu ebnen.
Das Arbeitspapier fordert unter anderem:
die gezielte Förderung innovativer Stoffkreisläufe
eine Verwaltungsmodernisierung zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren
eine Stärkung der Startup- und Forschungskultur im Bereich Grüne Chemie
den entschlossenen Ausbau klimafreundlicher Infrastrukturen und erneuerbarer Energien
„Wenn Sachsen-Anhalt zum Vorreiter klimaneutraler Chemie im Verbundsystem wird, sichert das nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch tausende gut bezahlte Arbeitsplätze in der Region“, so Meister weiter. „Wer morgen noch Chemie im Land haben will, muss jetzt investieren – in Planungssicherheit, 100 Prozent Erneuerbare Energie, Forschung und Kreislaufwirtschaft. Sachsen-Anhalt kann hier erfolgreich sein, denn wir haben Tradition und können Veränderung.“, fasst Sebastian Striegel, energiepolitischer Sprecher und regionaler Grüner Abgeordneter im Saalekreis das Arbeitspapier zusammen.
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