Kristina Kootz leitet das Evangelische Schulkinderhaus „Hort Weitlingstraße“. In der Einrichtung unterstützen auch Freiwillige, die großen Herausforderungen im Alltag zu bewältigen.
Um euch die Einrichtung und deren Leiterin näher zu bringen, haben ihr einige Fragen gestellt. Interessiert hat uns auch die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit von Freiwilligen für das Schulkinderhaus.
Was macht das Schulkinderhaus „Weitlingstraße“ besonders? "Unsere Einrichtung ist ein Ort der Vielfalt. Unsere Kinder kommen aus mehr als 30 verschiedenen Nationen und mit sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen. Nach der Schule verbringen sie hier den Nachmittag. Sie spielen miteinander, lernen und entdecken die Welt. Eine bunte Mischung, die große Chancen mit sich bringt, aber auch große Herausforderungen."
Welche Herausforderungen begegnen Ihnen im Alltag? "In der großen Welt sind viele dieser Nationen miteinander verstritten oder kriegerische Auseinandersetzungen bestimmen den Alltag. Wir versuchen, es in unserer kleinen Welt besser zu machen. Auch wenn es mal Streit gibt, kann ein fröhliches Zusammenleben gelingen. Die Kinder lernen sich in ihrer Unterschiedlichkeit kennen und respektieren die verschiedenen Kulturen. Für sie ist es selbstverständlich, dass es Menschen gibt, die andere Sprachen sprechen – aber auch, dass die deutsche Sprache eine wichtige Basis für unser Zusammenleben ist."
Wie können Freiwillige dabei unterstützen? "Ehrenamtliche spielen bei uns eine wichtige Rolle. Allein, dass sie da sind, erleben die Kinder als Wertschätzung – ohne, dass sie das so jemals benennen würden. Unterstützung bei den Hausaufgaben, Vorbereitung auf Tests, Vorlesen, Basteln, Spielen oder Geschichten erzählen, die ganz nebenbei das Sprachverständnis und die Kommunikation schulen: So helfen uns Freiwillige."
Was sollten Freiwillige mitbringen? "Gern eine große Portion Offenheit und Freude am Umgang mit Kindern. Geduld und Einfühlungsvermögen sind hilfreich. Zur qualitativen Absicherung der Arbeit ist ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis notwendig."
Wie fördern Sie das interkulturelle Miteinander? "Als konfessioneller Träger orientieren wir uns an den Festen im christlichen Jahreskreis. Dabei behalten wir den Blick auf andere Religionen und Kulturen. So erleben und gestalten die Kinder Vielfalt als Bereicherung und wachsen im gemeinsamen Miteinander."
Was wünschen Sie sich für die Zukunft? "Wir wünschen uns immer Menschen, die sich bei uns engagieren und bereit sind, Zeit zu investieren. Menschen, die ihre Erfahrungen teilen und interessiert daran sind, auch von den Kindern zu lernen. Schon ein bis zwei Stunden pro Woche können einen großen Unterschied im Leben eines Kindes machen. Begegnung, Bildung und Sprache sind der Schlüssel zur Teilhabe. Da setzen wir an."
Interessierte, die sich im Evangelischen Schulkinderhaus engagieren möchten, können sich telefonisch unter 0391 5430195 oder über die Mail-Adresse mailto:hort.weitling@gsvmd.de an die Leiterin Kristina Kootz wenden.
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