Im Fall des tödlichen Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im Dezember 2024 liegen laut übereinstimmenden Medienberichten inzwischen neue Erkenntnisse vor – sowohl zur technischen Analyse des Tatfahrzeugs als auch zur aktuellen Unterbringung des Tatverdächtigen Taleb A. Darüber hinaus wurden mögliche Beweisstücke aus seiner früheren Wohnung inzwischen als nicht relevant eingestuft.
Gutachten: Fahrzeug kurzzeitig fast 50 km/h schnell
Nach übereinstimmenden Medienberichten fuhr das von Taleb A. genutzte Fahrzeug während der Amokfahrt streckenweise mit einer Geschwindigkeit zwischen 45 und 49 km/h. Insgesamt habe das Tempo meist deutlich darunter gelegen. Das entsprechende Gutachten liegt der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg vor, wird inhaltlich bislang aber nicht kommentiert. Eine Anklage wird frühestens Ende August erwartet.
Der SUV, ein BMW-Modell, befand sich demnach in verkehrssicherem Zustand, eine Manipulation der Software oder das Abschalten technischer Systeme wurde ausgeschlossen. Wie die Volksstimme unter Berufung auf Gutachterkreise berichtet, soll es dem Fahrer dennoch gelungen sein, die automatische Notbremsfunktion durch gezieltes Beschleunigen und Lenkverhalten zu umgehen.
Verlegung nach Berlin unter hohen Sicherheitsvorkehrungen
Taleb A., der seit dem Anschlag in Untersuchungshaft sitzt, wurde inzwischen erneut verlegt. Nach mehreren Stationen in Burg, Leipzig und Dresden brachte man ihn nun in eine Justizvollzugsanstalt in Berlin. Dabei handelt es sich um eine Einrichtung mit medizinischer Anbindung. Der Transfer erfolgte laut übereinstimmenden Berichten per Hubschrauber, unter Beteiligung von Spezialkräften des Justizvollzugs.
Die wiederholten Verlegungen sollen dazu dienen, zu große Ortskenntnisse im Haftalltag zu verhindern. Ein solches Vorgehen ist auch im Fall anderer Hochsicherheitsgefangener wie dem Attentäter von Halle angewendet worden. Hintergrund der früheren Verlegung nach Leipzig waren medizinische Gründe – unter anderem auffälliges Essverhalten und Provokationen im Vollzug.
Funde in Wohnung ohne Relevanz für Ermittlungen
Bei der Entrümpelung von Taleb A.s früherer Wohnung in Bernburg sind Datenträger und Computerkomponenten entdeckt worden. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, handelt es sich dabei um Speichergeräte ohne Ermittlungsrelevanz. Laut Volksstimme sollen diese Gegenstände bei der ersten Durchsuchung nach dem Anschlag übersehen worden sein – sie seien weder versteckt noch klar zum Abtransport bereitgelegen. Die Staatsanwaltschaft prüft den Vorgang noch.
Sechs Tote, über 300 Verletzte
Am 20. Dezember 2024 war Taleb A. mit einem gemieteten SUV über den Weihnachtsmarkt auf dem Alten Markt gerast. Sechs Menschen – darunter ein neunjähriger Junge und fünf Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren – starben, über 300 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Ermittlungen zu Tathergang, Motivation und persönlichem Hintergrund des mutmaßlichen Täters laufen weiter.
Ein Prozessbeginn ist für September geplant. Am Jerichower Platz wird derzeit ein eigenes Interimsgerichtsgebäude für die Verhandlung gebaut.
Kommentare
Klaus schrieb um 20:03 Uhr am 09.07.2025:
Das Gerichtsgebäude wird ja nun trotz der dagegenen Kommentare gebaut und unsere Steuergelder für so ein Individuum vergeudet.
Soll doch die Verhandlung da stattfinden wo er jetzt untergebracht ist,in Berlin.
Dann kann es der Bund bezahlen und nicht die Stadt Magdeburg.
Kerstin schrieb um 23:02 Uhr am 08.07.2025:
Carola schrieb um 14:19 Uhr am 08.07.2025:
Er war's und fertig, weg mit diesem Dreck.
Brigitta schrieb um 10:15 Uhr am 08.07.2025:
Der hat soviel Aufmerksamkeit nicht verdient..Einfach in ein Flugzeug und dann irgendwo rausschmeißen .Damit er einfach keinem anderen mehr etwas antun kann. Er hat nichts besseres verdient.
Else schrieb um 10:05 Uhr am 08.07.2025:
Kennstenicht schrieb um 09:25 Uhr am 08.07.2025:
Peter Wusch schrieb um 12:46 Uhr am 11.11.2025: