In der ersten Kampfhälfte zeigten die Nachwuchsringer Baisangur Isaev (57 kg) und Nazmi Hoti (66 kg) gute Leistungen, mussten jedoch am Ende noch Lehrgeld zahlen und verloren ihre Kämpfe. Auch Michael Volk (130 kg Freistil) lief nach einer Unachtsamkeit im Bodenkampf einem Rückstand hinterher, kämpfte bis zum Schluss, unterlag schließlich aber nach Punkten. Für einen Lichtblick sorgte Kevin Koch im Limit bis 98 kg Greco: Nach mehreren Jahren Pause kehrte er auf die Matte zurück und besiegte mit einer disziplinierten Kampfführung den ehemaligen polnischen Auswahlringer aus Salzgitter knapp mit 4:7 nach Punkten. Da die WKG im Limit bis 61 kg keinen Sportler aufstellen konnte, stand es nach fünf Kämpfen bereits 15:2 für Salzgitter.
Nach der Pause startete jedoch die Aufholjagd. Florian Methorn gab nach 14 Jahren Wettkampfpause sein Saisondebüt bis 86 kg Freistil. Trotz anfänglicher Nervosität drehte er den Kampf mit großem Kampfgeist und holte den wichtigen Schultersieg. Im Limit bis 71 kg Greco sprang Mannschaftsleiter und MSV90-Urgestein Thomas Ferchland ein. Mit all seiner Erfahrung schulterte er seinen Gegner nach der ersten Aktion und brachte vier weitere Mannschaftspunkte ein. Auch Saikhan Isaev (80 kg Greco) drehte seinen Kampf nach einem Rückstand und gewann ebenfalls durch Schultersieg. So stand es vor dem entscheidenden letzten Duell 15:14 für Salzgitter – die Halle kochte vor Spannung.
Im Schlusskampf bis 75 kg Freistil zeigte Mansur Kaikharov mit starken technischen Aktionen seine Klasse, holte einen klaren 14:3-Punktsieg und sicherte der WKG damit den umjubelten 15:17-Auswärtserfolg.
Es war ein Kampfabend fürs Ringerherz. Schon am kommenden Samstag, dem 04.10.2025, empfängt die WKG auf eigener Matte in Magdeburg den Tabellennachbarn aus Hamburg und freut sich auf die Unterstützung des Publikums.