Der Wels, Europas größter Süßwasserfisch, zeigt im Herbst ein verändertes Verhalten. Er zieht sich in tiefe, ruhige Bereiche der Elbe zurück und wird nachts noch aktiv auf Nahrungssuche. Für Angler bedeutet das: Jetzt besteht die letzte Chance auf einen beeindruckenden Fang, bevor der Wels in die Winterruhe geht.
Der Europäische Wels, auch Waller genannt, ist auch bei uns in der Elbe weit verbreitet. Mit dem Einzug des Herbstes verändert sich das Verhalten dieses beeindruckenden Fisches deutlich. Während er im Sommer noch aktiv auf Jagd geht, wird der Wels bei sinkenden Wassertemperaturen ruhiger. Er spart Energie und geht seltener auf Beutezug. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden sucht er weiterhin nach Nahrung. Auf seinem Speiseplan stehen Fische, Krebse und gelegentlich auch Wasservögel. In Sachsen-Anhalt gibt es für Welse keine Schonzeit, sie dürfen geangelt werden und es gibt kein Mindestmaß.
Im Herbst zieht es den Wels vermehrt in tiefere und ruhigere Bereiche der Elbe, etwa in Gumpen, Buhnenfelder oder strömungsarme Zonen, wo er Schutz findet. Dort sammeln sich die Tiere nicht selten in Gruppen. Zugleich bereitet sich der Wels auf den Winter vor, indem er seinen Stoffwechsel herunterfährt und geschützte Aufenthaltsorte aufsucht. Ab einer Wassertemperatur von etwa 12 °C stellt er sein Fressverhalten ein. Dieses Verhalten des Welses, so schätzt es der NABU ein, ist eine wichtige Anpassung an die veränderten Lebensbedingungen in der kalten Jahreszeit.
„Vor der Saaleeinmündung in der Elbe war ich kürzlich unterwegs und hatte das große Glück, einen beeindruckenden Wels zu fangen. Er stand bei ungefähr 160cm Wassertief. Mit einer Drillzeit von rund 30 Minuten und einem Maß von 212cm konnte ich den Giganten schließlich ans Land ziehen – ein echter Kampf!", berichtet der Angler stolz.
Besonders im Herbst sind die Fische etwas träger, ziehen sich in tiefere, ruhigere Bereiche zurück und lassen sich nicht mehr so leicht ködern. Trotzdem lohnt es sich: Vor der Winterruhe fressen die Welse noch einmal kräftig.
Kommentare
Silke Silberhorn schrieb um 00:23 Uhr am 28.02.2026:
Peter Gronau schrieb um 22:14 Uhr am 02.10.2025: