Die FDP-Landtagsfraktion fordert, regionale Vorkommen strategisch zu erschließen und warnt vor zunehmender Abhängigkeit von Importen. Kathrin Tarricone bezeichnet die Nutzung heimischer Rohstoffe als „strategische Zukunftsaufgabe“.
„Wir haben heimische Rohstoffe, wir brauchen sie – und wir können sie hier in Sachsen-Anhalt verantwortungsvoll gewinnen“, sagte Tarricone im Landtag. Besondere Bedeutung misst sie dem geplanten Lithiumabbau in der Altmark bei. Lithium gilt als Schlüsselrohstoff für Batterien, Elektromobilität und Energiespeicher. „Wenn wir unsere Industrie stärken und die Energiewende absichern wollen, führt an einer eigenen Rohstoffbasis kein Weg vorbei. Lithium aus Sachsen-Anhalt kann einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten“, betonte Tarricone.
Die FDP-Abgeordnete verwies darauf, dass Deutschland derzeit mehr als 80 Prozent der kritischen Rohstoffe importiert – oft aus Regionen mit niedrigen Umwelt- und Sozialstandards. „Es ist ehrlicher und nachhaltiger, Rohstoffe nach hohen deutschen Standards zu fördern, statt Probleme ins Ausland zu verlagern“, sagte sie.
Moderne Abbauverfahren seien digital gesteuert, ressourcenschonend und mit Renaturierungskonzepten verbunden. Forschungseinrichtungen im Land arbeiteten bereits an effizienteren Methoden zur Förderung und zum Recycling. „Bergbau im 21. Jahrhundert ist Hightech, nicht Vergangenheit“, so Tarricone.
Zugleich kritisierte sie „bewusste Falschbehauptungen“, etwa beim Thema Gipsabbau im Südharz. Seriöse Rohstoffpolitik brauche Transparenz und nachvollziehbare Informationen statt Angstmacherei.
Als zweite Säule der Ressourcenstrategie forderte Tarricone einen deutlichen Ausbau der Kreislaufwirtschaft: mehr Recycling, marktwirtschaftliche Anreize und weniger Bürokratie. Tarricone betont: „Sachsen-Anhalt kann ein Modellland für moderne Rohstoffpolitik werden – mit eigener Wertschöpfung, mehr Unabhängigkeit und dem Anspruch, Wirtschaft und Umwelt in Einklang zu bringen.“
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