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Heilende Welt der Pflanzen - Schlehdorn

Sonstiges
  • Erstellt: 29.11.2025 / 10:03 Uhr von mt
Die ursprüngliche Heimat des Schlehdornes ist Europa, Asien und Nordafrika. Während der Jahrzehnte siedelten sich die Schlehen auch in Nordamerika und Neuseeland an.
In einigen Regionen ist der Schlehdorn als Schwarzdorn bekannt.

Der Strauch erreicht eine Wuchshöhe von einem bis fünf Metern. Als Flachwurzler wächst er auf Felsböden sowie stark verdichtetem Untergrund. Er ist aber auch an Wald- und Feldrändern zu finden.
Im Vorfrühling sind Schlehen oft die ersten Pflanzen, die blühen. Sie tragen ein Kleid aus weißen, duftenden Blüten, das in schneereichen Regionen oft nicht auffällt. Die Blätter entfalten sich erst am Ende der Blütezeit. Seine Zweige sind leicht behaart und tragen an den Enden Dornen. Die Früchte sind schwarz, überzogen mit einer dünnen Wachsschicht, die sie blau aussehen lässt.

Für Wildtiere sind die Früchte im kargen Winter eine willkommene Nahrungsquelle. Daher sollten wir bei der Ernte stets darauf achten, die Sträucher nicht leerzupflücken. Des Weiteren werden die Schlehen erst nach dem ersten Frost geerntet. Die Kälte baut die bitteren Gerbstoffe ab und lässt die Früchte süßer und weicher werden. Wer nicht warten kann, erzielt einen ähnlichen Effekt, wenn er die Früchte für drei Tage ins Tiefkühlfach legt. Des Öfteren wurde berichtet, dass sie dann aber an Geschmack verlieren, was bei Frost in der Natur nicht geschieht. Inhaltsstoffe
Vitamine A, C, B1, B2 und B6. Dazu kommen Flavonoide, Gerbstoffe, Pektin sowie die Mineralstoffe Eisen, Kalium und Magnesium.

Heilwirkung
Die Schlehen und deren Blüten wirken harntreibend, schwach abführend, entzündungshemmend, entschlackend, zusammenziehend, stoffwechselanregend und stärken das Immunsystem und den Magen. Sie helfen bei Appetitlosigkeit, Husten sowie Entzündungen im Mund-Rachenraum.

Verwendung
Blüten: Frisch oder getrocknet als Tee. An kann sie auch mit Zuckerwasser benetzen, trocknen und als kandierte Nascherei verwenden. Ebenfalls dienen sie als Gewürz für Speisen.
Früchte: Nach dem Frost können sie roh gegessen werden. Gekocht und durch ein Sieb passiert, findet das Mus in der Marmeladenherstellung Verwendung. Für Saft lässt man die Schlehen mit Wasser bedeckt einige Stunden ziehen, kocht sie auf und füllt den heißen Saft in Flaschen. Achtet bitte darauf, die Kerne zu entfernen, da diese Blausäure enthalten. Getrocknet werden sie in Tee genutzt. Wer Schlehenessig herstellen möchte, zerdrückt die rohen Früchte, gibt sie zusammen mit Essig in ein Glas und lässt das Ganze bei Zimmertemperatur eine Woche gären. Danach durch ein Tuch filtern und in Flaschen abfüllen. Für Schlehenlikör setzt ihr die entkernten Früchte mit mindestens 40 %igem Alkohol an.
Kerne: Diese können getrocknet und in Form eines warmen Kernkissens verwendet werden.
Blätter: Sie finden frisch oder getrocknet als Küchengewürz oder im Tee Anwendung. In früheren Zeiten wurden sie auch dem Rauchtabak beigegeben.
Holz und Rinde: Das Holz ist sehr hart und wird zur Fertigung von Schnitzereien, Spazierstöcken, Einzäunungen und Peitschenstielen verwendet. Die Rinde dient zum Färben und der Herstellung von Tinte.

Beim Sammeln gebt Acht, dass ihr den Schlehdorn nicht mit dem Wacholder verwechselt.

Weiteres zu den Unterschieden der beiden Sträucher und zur Herstellung von Schlehdornprodukten erfahrt ihr bei:
Elke Tantzen
Putergarten 5, 39175 Gerwisch
Tel.: 0152 820 5400
Website: https://elke-tantzen.de

Anmerkung der Redaktion
Für die Informationen im Artikel bezüglich der Heilwirkung und Anwendung übernehmen wir keine Garantie. Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln haben bei jedem unterschiedliche Wirkungen. Es ist das Wissen, das in der Menschheitsfamilie von Generation zu Generation weitergegeben wird, in Begleitung medizinischer Studien und Homöopathen.

Bilder

Schlehdorn Foto: pixabay
Blühender Schlehdorn. Foto: pixabay
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