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Frage der Woche: Haltet Ihr Neujahrsvorsätze für sinnvoll?

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 05.01.2026 / 16:01 Uhr von ub
Neujahrsvorsätze sind beliebt, weil der Jahreswechsel für viele einen Wendepunkt darstellt, der Hoffnung auf einen Neuanfang gibt, um schlechte Gewohnheiten abzulegen und das Leben zu verbessern, sei es durch mehr Sport, gesündere Ernährung oder das Sparen von Geld, was psychologisch durch den "sauberen Schnitt" erleichtert wird.


Neujahrsvorsätze gibt es nicht nur in Deutschland, sie sind ein weltweites Phänomen mit Wurzeln im antiken Babylon, die sich in vielen Kulturen in unterschiedlichen Formen – von konkreten Zielen (USA, Italien) bis zu glücksbringenden Bräuchen (Spanien, Kolumbien) – manifestieren. Die häufigsten guten Vorsätze für das Jahr 2026 bei uns Deutschen sind Sparen und eine gesunde Ernährung. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben dies im Jahr 2025 als Vorsätze für das kommende Jahr an. Auf den Plätzen drei und vier im Ranking der häufigsten guten Vorsätze folgen mehr Sport treiben (48 Prozent) sowie Gewichtsreduktion (37 Prozent). Die repräsentative Umfrage hat Statista von Oktober bis November 2024 durchgeführt (Quelle: Statista). Neujahrsvorsätze bieten eine Chance, sich Ziele zu setzen, die dem Leben eine Richtung geben, aber die Umsetzung scheitert oft an mangelnder Realisierbarkeit, weshalb konkrete, smart formulierte Ziele und Geduld entscheidend sind.

„Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer!“ Goethe

Warum wir Vorsätze fassen:
Unser Gehirn nutzt den Jahreswechsel als klaren zeitlichen Ankerpunkt für Veränderungen und neue Routinen. Getroffene Vorsätze bringen Vorfreude auf ein besseres Jahr und die Möglichkeit einer Veränderung zum Besseren. Der Jahreswechsel ist eine gute Zeit, um sich mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Der Brauch reicht Jahrtausende zurück und ist tief in unserer Kultur verwurzelt.

Beliebte und sinnvolle Vorsätze:
Sinnvolle Neujahrsvorsätze sind realistisch und betreffen oft die Gesundheit, wie zum Beispiel mehr Sport, gesunde Ernährung oder weniger Alkohol und Rauchen. Auch Finanzen, etwa das Sparen, mentale Gesundheit wie weniger Stress, mehr Achtsamkeit und Zeit für Familie oder Freunde sowie persönliche Entwicklung, etwa neue Fähigkeiten oder nachhaltiger leben, stehen im Fokus. Wichtig ist, die Ziele konkret und in kleine Schritte zu unterteilen, um sie auch wirklich umsetzen zu können. Dies gelingt zum Beispiel durch das „Ein-Wort-Prinzip“ (wie etwa „Gelassenheit“) oder durch das Festlegen kleiner, messbarer Ziele.
Laut einer Umfrage der DAK haben sich 63 Prozent der jungen Menschen sich Ziele gesetzt. Jeder zweite der 14- bis 29-Jährigen hat demnach den Vorsatz gefasst, bewusster offline zu sein. Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage, deren Ergebnisse wir euch angefügt haben.

Gesundheit & Wohlbefinden:
Es ist sinnvoll, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, zum Beispiel indem man die Treppe statt des Aufzugs nimmt. Eine gesündere Ernährung kann durch mehr Obst, Gemüse, ausreichend Wasser und weniger Süßigkeiten erreicht werden. Auch das Aufhören mit dem Rauchen oder weniger Alkohol zu trinken, mehr Schlaf zu bekommen sowie Stress zu reduzieren und Achtsamkeit zu üben, sind beliebte Vorsätze.

Finanzen & Beruf:
Viele Menschen nehmen sich vor, mehr Geld zu sparen und die Lebenshaltungskosten zu senken, etwa durch Stromsparen. Ebenso möchten sie bessere Leistungen im Job zeigen.

Soziales & Persönliches Wachstum:
Ein häufiger Vorsatz ist, mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Auch die bewusste Nutzung sozialer Medien, das Ausprobieren eines neuen Hobbys oder das Erlernen einer neuen Sprache sowie mehr zu lesen, gehören dazu.

Nachhaltigkeit & Umwelt:
Zu den nachhaltigen Vorsätzen zählen das Reduzieren von Müll, insbesondere das Vermeiden von Plastik, das Sparen von Energie durch das Vermeiden von Stand-by-Modus und die Nutzung von LED-Lampen. Außerdem nehmen sich viele vor, öfter zu Fuß zu gehen, Rad zu fahren oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Tipps, damit es klappt:
Damit es mit euren Vorsätzen auch funktioniert, sollten diese realistisch sein. Statt „mehr Sport“ ist es besser, ihr nehmt auch vor zweimal pro Woche 30 Minuten zu joggen. Setzt euch erreichbare Mini-Ziele, die zu spürbaren Veränderungen führen. Besonders hilfreich ist es, wenn ihr eine klare Vorstellung davon habt, wie die Ziele erreicht werden können, das motiviert. Oftmals hilft es auch, wenn ihr eure Vorsätze mit Freunden oder in einer App teilt.




In der vergangenen Woche haben wir euch gefragt, wie ihr zu einem möglichen Böllerverbot steht – ein Thema, das nach den schweren Unfällen zum Jahreswechsel emotional diskutiert wurde. Die Resonanz war deutlich: Eine große Mehrheit der Teilnehmer spricht sich für eine klare Veränderung der bisherigen Praxis aus.

Während ein Teil der Leserschaft primär den Fokus auf ein schärferes Vorgehen gegen illegale Importe legt, plädiert die deutliche Mehrheit für weitreichende Einschränkungen. Besonders populär ist dabei der Wunsch, das private Feuerwerk zugunsten professioneller, zentraler Spektakel gänzlich zu untersagen oder aus Umwelt- und Tierschutzgründen sogar komplett darauf zu verzichten. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Befragten möchte an der aktuellen Tradition der Eigenverantwortung ohne Einschränkungen festhalten.

Bilder

Grafik: Forsa
Quelle: DAK
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