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MIT VIDEO: Huskys fliegen durch das Winterwunderland in Burg

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 05.01.2026 / 14:51 Uhr von rt
Das 7. Internationale Schlittenhundewagenrennen in Burg bot am vergangenen Wochenende eine Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte der Veranstaltung verwandelte Schneefall die über fünf Kilometer lange Strecke rund um die Forststraße in eine tiefwinterliche Kulisse. Die Vorfreude und die Aufregung der rund 250 Hunde war kaum zu überhören. Der Meetingpoint war mit dabei und hat die Bilder für Euch.




Bereits in den Tagen vor dem eigentlichen Rennen verwandelte sich das Gelände rund um den Hundesportverein in ein großes Musher-Camp mit zahlreichen Wohnwagen. Viele Teilnehmer nutzten die Zeit zwischen den Jahren für ein gemeinsames Trainingslager, um ihre Tiere optimal vorzubereiten.

Dabei mussten die Organisatoren jedoch taktisch vorgehen: Da Schlittenhunde sehr intelligent sind und sich einen Streckenverlauf genau merken, wurde der Rundkurs für die Wertungsläufe am Wochenende noch einmal gezielt umgebaut. Damit wurde verhindert, dass die Teilnehmer des Trainingslagers einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber den am Wochenende angereisten Mushern haben. Wie Rennleiter Uwe Fritz berichtete, sorgte diese Umstellung bei den Hunden zunächst für Verwirrung: „Da haben die Musher, die jetzt Trainingslager gemacht haben, an den Kurven, wo es anders langgeht, ein paar Probleme am ersten Tag gehabt“.

Warum trotz Schneepracht die Räder dranbleiben müssen

Obwohl die Landschaft im Norden von Burg weiß glänzte, kamen weiterhin die Trainingswagen auf Rädern zum Einsatz. Uwe Fritz erklärte vor Ort, dass für ein echtes Schlittenrennen mindestens 20 Zentimeter fest gepresster Schnee nötig sind. „Das heißt, dass es mindestens 50 Zentimeter schneien muss“, so Fritz, da der Schneeanker, der sich zur Sicherung 12 Zentimeter tief in den Untergrund fressen muss, sonst keinen Halt findet. Dennoch war die Stimmung bei den 32 Starts prächtig: „Das winterliche Ambiente, das passt doch zum Schlittenhundesport“, freute sich der Rennleiter vom SASC e.V..

Unter den Teilnehmern war auch Anja Ries aus Gladau, die die besondere Motivation ihrer Siberian Huskys hervorhob: „Der Zugsport ist für sie selbst Belohnung. Die haben da Spaß dran, die können es nicht erwarten, dass es losgeht“. Trotz der Begeisterung forderte das Wetter volle Konzentration, da der Schneefall die Kurven extrem glatt machte. Um das Risiko zu minimieren, entschied sich Ries, von acht auf sechs Hunde umzuspannen und zusätzlich einen Beifahrer mit auf den Wagen zu nehmen.

Gemeinschaft im Fokus

Auf- und abseits der Piste stand ohnehin die Gemeinschaft im Fokus, wenn die Sportler die Abende gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen ließen, während die Hunde unterm Vollmond ihre Lieder sangen. Sportliche Ergebnisse waren dabei zweitrangig.

Das Spektakel lockte dennoch einige Schaulustige an den Streckenrand, die interessiert Fragen stellten, während andere Passanten beim Winterspaziergang von der „vollen Power“ der vorbeiziehenden Gespanne überrascht wurden. Für die Hunde gab es nach dem Zieleinlauf die verdiente Belohnung in Form von Kuscheleinheiten und Snacks, um die Energiereserven direkt wieder aufzufüllen. Und für die vierbeinigen Athleten war der Feierabend bereits geplant, wie Anja Ries schmunzelnd verriet: „Zu Hause wartet das warme Sofa“.

Das Fazit des Rennleiters fiel am Sonntag positiv aus: „Es ist super gelaufen. Wir sind froh, es sind keine Unfälle passiert“. Die Siegerehrung bildete den feierlichen Abschluss eines sportlichen Winterzaubers.

Bilder

Foto: rt
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