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Steuern 2026: Das ändert sich für alle!

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 07.01.2026 / 10:05 Uhr von ub
Das neue Jahr bringt einen wahren Sturm an Steueränderungen – von höheren Freibeträgen über mehr Geld für Familien bis hin zu neuen Regeln für Minijobs und Gastronomie. Allerdings auch höhere Kosten für das Deutschlandticket und für einige höhere Sozialabgaben.
Wer jetzt Bescheid weiß, kann profitieren und böse Überraschungen vermeiden!

Höherer Mindestlohn: Ab dem 1. Januar 2026 steigt der Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde. Auch Auszubildende profitieren von höheren Mindestvergütungen, die je nach Ausbildungsjahr gestaffelt sind. Beachte: Für einige Ausbildungsarten und duale Studiengänge gelten Sonderregelungen oder abweichende Tarifverträge.

Höhere Minijob-Grenze: Mit dem neuen Mindestlohn erhöht sich auch die Verdienstgrenze für Minijobs auf 603 Euro monatlich.

Grundfreibetrag: Das steuerfreie Existenzminimum – der Grundfreibetrag – wächst 2026 auf 12.348 Euro. Bis zu diesem Betrag bleibt das Einkommen steuerfrei.

Unterhaltshöchstbetrag: Auch der maximal absetzbare Unterhaltsbetrag wird an den Grundfreibetrag angepasst und beträgt 2026 ebenfalls 12.348 Euro.

Kindergeld und Kinderfreibetrag: Ab Januar 2026 gibt es mehr Geld für Familien: Das Kindergeld steigt auf 259 Euro monatlich, der Kinderfreibetrag auf 9.756 Euro.

Rentenerhöhung: Die Renten sollen zum 1. Juli 2026 voraussichtlich um 3,7 Prozent steigen. Der genaue Wert wird im Frühjahr festgelegt.

Aktivrente: Beschäftigte im Rentenalter dürfen ab 2026 bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen – allerdings nicht für Selbstständige, Minijobber oder Beamte.

Pendlerpauschale: Die Entfernungspauschale beträgt ab 2026 einheitlich 38 Cent ab dem ersten Kilometer – bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. Kilometer.

Mobilitätsprämie: Wer mit seinem Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt, kann weiterhin eine Mobilitätsprämie beantragen – diese Regelung gilt jetzt dauerhaft.

Werbungskostenabzug für Gewerkschaftsbeiträge: Gewerkschaftsbeiträge können künftig zusätzlich zu bestehenden Pauschbeträgen als Werbungskosten abgezogen werden.

Deutschlandticket: Das Deutschlandticket kostet ab Januar 2026 monatlich 63 Euro statt bisher 58 Euro.
Umsatzsteueränderung in der Gastronomie: Ab 2026 gilt für Speisen in Restaurants dauerhaft der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent, für Getränke bleibt es bei 19 Prozent.

Höhere Sozialabgaben für Gutverdiener: Die Beitragsbemessungsgrenzen für die gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung steigen: Für die Rentenversicherung auf 8.450 Euro, für die Kranken- und Pflegeversicherung auf 5.812,50 Euro monatlich.

Ehrenamt: Steuerliche Entlastungen: Vereine und ehrenamtlich Engagierte profitieren von höheren Freibeträgen und Pauschalen. Die Freigrenze für steuerpflichtige Geschäfte steigt auf 50.000 Euro, der Übungsleiterfreibetrag auf 3.300 Euro und die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro. Auch E-Sport wird als gemeinnützig anerkannt.

Fazit:
2026 bringt zahlreiche steuerliche Verbesserungen, aber auch einige Mehrbelastungen. Wer sich rechtzeitig informiert, kann gezielt profitieren und seine Finanzen optimal planen. Das Internet bietet eine Vielzahl von Ratgebern, auch kostenfrei.

Bilder

Foto: Bund der Steuerzahler
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