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Handball Champions League: Die Aufholjäger des SC Magdeburg zum 29:29 bei Orlen Wisla Plock

Sport
  • Erstellt: 26.02.2026 / 23:53 Uhr von os/pm
Der SC Magdeburg bleibt in der Machineseeker EHF Champions League ein schwer zu schlagendes Team. In einem nervenaufreibenden Duell bei Orlen Wisla Plock sicherte sich die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert am Donnerstagabend ein 29:29 (12:14)-Unentschieden und wahrte damit die weiße Weste in der internationalen Königsklasse.


Die Vorzeichen für das Gastspiel in Polen waren schwierig. Ohne Leistungsträger Omar Ingi Magnusson, der die Reise aus privaten Gründen nicht antreten konnte, musste der SCM seine taktische Ausrichtung kurzfristig anpassen. Das spiegelte sich in der Anfangsphase deutlich wider: Der gewohnte Spielfluss wollte sich zunächst nicht einstellen. Ungenaue Pässe und eine Reihe von Fehlwürfen prägten das Bild, was die Partie gegen die kompakte Defensive der Gastgeber zu einer zähen Angelegenheit machte.

Zwischen Hoch und Tief
Zwar fand der SCM nach fünf Minuten zum 3:3-Ausgleich, doch die Begegnung entwickelte sich fortan „wellenhaft“. Eine besonders kritische Phase ereignete sich vor der Pause, als die Magdeburger fast neun Minuten ohne eigenen Treffer blieben. Mit einem 12:14-Rückstand ging es in die Kabine.

Wer auf eine direkte Reaktion nach dem Seitenwechsel gehofft hatte, sah sich zunächst getäuscht. Wisla Plock nutzte die Schwächephase des SCM eiskalt aus und baute den Vorsprung bis auf 18:12 (35.) aus. Die Partie schien dem SCM zu entgleiten, doch genau hier bewiesen die Bördeländer ihre viel zitierte Moral.

Die späte Aufholjagd
Nach einer Auszeit fand Magdeburg zurück in die Spur. Zwar stellte die variable Offensive der Polen die SCM-Abwehr weiter vor Herausforderungen, doch in der Offensive agierte man nun zielstrebiger. Angetrieben von einem kämpferischen Magnus Saugstrup, der in der 52. Minute einen wichtigen Siebenmeter herausholte (sicher verwandelt durch Matthias Musche), arbeitete sich der SCM Tor um Tor heran. Mit dem Anschlusstreffer zum 26:27 in der 56. Minute war das Spiel wieder völlig offen – und die Magdeburger bewiesen in der dramatischen Schlussphase die besseren Nerven, um das Unentschieden zu sichern.

Wiegert: „Fühlt sich gut an“
SCM-Trainer Bennet Wiegert zeigte sich nach der Partie zwiegespalten, aber letztlich zufrieden mit der kämpferischen Leistung seines Teams:

„Das war heute eine hohe Intensität auf beiden Seiten. Anfangs haben wir nicht das Gesicht gezeigt, für das wir mit dem SCM stehen. Wir lagen lange zurück, kommen dann aber besser ins Spiel und kämpfen uns wieder rein. Nach dem Spielverlauf sind wir froh über diesen einen Punkt, der sich am Ende gut anfühlt.“

Mit diesem Punktgewinn bleibt der SCM international auf Kurs und unterstreicht einmal mehr seine Fähigkeit, auch an schwierigen Abenden in der Fremde zu bestehen.

Bilder

Quelle: Guido Augustin
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