Nashorn-Starke Allianz: Zoo Magdeburg wird Vorreiter im Umweltschutz
Stadtgeschehen
Erstellt: 02.05.2026 / 17:05 Uhr von mr
Ein starkes Zeichen für die Artenvielfalt: Während die Spitzmaul-Nashörner ihre Mahlzeit genossen, wurde der Zoo Magdeburg offiziell in die Umweltallianz Sachsen-Anhalt aufgenommen. Erfahren Sie, warum der traditionsreiche Tierpark jetzt nicht nur bei Exoten, sondern auch beim heimischen Naturschutz die Nase vorn hat.
Große Ehre zwischen Dickhäutern: Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann zeichnete den Zoo Magdeburg heute feierlich aus. Mit der Übergabe der Partner-Urkunde an Zoodirektor David Pruß gehört die 1950 gegründete Institution nun offiziell zur Umweltallianz Sachsen-Anhalt. Der Zoo, der jährlich rund eine Viertelmillion Menschen begeistert, setzt damit ein klares Statement für nachhaltiges Wirtschaften.
Die 1999 gegründete Umweltallianz vereint rund 220 Partner aus Politik und Wirtschaft, die sich zu freiwilligen ökologischen Leistungen verpflichten, die weit über das gesetzliche Maß hinausgehen.
Ein Vorbild zum Nachmachen Minister Willingmann betonte bei seinem Besuch, dass der Zoo Magdeburg nicht nur international einen exzellenten Ruf in der Zucht bedrohter Arten genießt, sondern auch vor der eigenen Haustür Verantwortung übernimmt:
„Der Zoo macht den Artenschutz erlebbar. Ob Nistkästen oder der Verzicht auf Pestizide – diese Maßnahmen können Besucher direkt entdecken und im eigenen Garten nachmachen. Umweltschutz lebt vom Mitmachen!“
Der „Grüne Masterplan“ des Zoos Der Magdeburger Zoo überzeugt durch ein ganzheitliches ökologisches Konzept auf seinem 16 Hektar großen Gelände:
Heimischer Artenschutz: Rund 50 neue Lebensräume wie Insektenhotels, Biotope und Quartiere für Fledermäuse wurden geschaffen.
Ökologische Landwirtschaft: Bei der Fütterung wird konsequent auf Biofuttermittel gesetzt. Heu und Grünfutter sind garantiert frei von chemischen Rückständen.
Nachhaltiges Shopping: Im Zoo-Shop finden Besucher fast ausschließlich langlebige Artikel nachhaltiger Marken, die oft direkt weitere Artenschutzprojekte unterstützen.
Naturnahe Flächenpflege: Auf Herbizide und mineralischen Dünger wird komplett verzichtet. Statt schwerer Maschinen kommen auf den Wiesenflächen teilweise Schafe zur Beweidung zum Einsatz.
Schutz der Gewässer: Eine großzügige Uferbepflanzung entlang der Schrote dient als wertvoller Rückzugsort für heimische Vögel, Amphibien und Reptilien.
Damit beweist der Zoo Magdeburg eindrucksvoll, dass moderner Artenschutz weit über das Gehege hinausgeht.
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