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Deutsche Bahn baut neues Stellwerk für Strecke Magdeburg–Berlin

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 02.05.2026 / 18:05 Uhr von ub
Nachdem ein Feuer im September 2025 das Stellwerk in Gerwisch zerstörte, läuft nun der Wiederaufbau auf Hochtouren. Mit einem modernen elektronischen Neubau will die Deutsche Bahn die volle Kapazität auf der wichtigen Verbindung zwischen Magdeburg und Berlin wiederherstellen. Doch bevor die Züge wieder uneingeschränkt rollen, müssen sich Pendler auf monatelange Bauarbeiten und Streckensperrungen einstellen.


Der Brand am 23. September 2025 hatte weitreichende Folgen für den Bahnverkehr in der Region: Seitdem ist das Stellwerk in Gerwisch außer Betrieb, was zu erheblichen Kapazitätsengpässen auf der Hauptstrecke in Richtung Berlin führt. Nachdem das alte Gebäude bereits abgerissen wurde, steht nun der Neubau unmittelbar bevor.

Bürgerdialog in Gerwisch: Technik-Update für die Schiene
Um über die anstehenden Schritte zu informieren, lud die Deutsche Bahn am 29. April zu einem Bürgerdialog in Lentges Saal in Gerwisch ein. Obwohl die Projektleitung unter der Führung von Stefan Groß vollzählig vor Ort war, stieß die Veranstaltung nur auf geringes öffentliches Interesse. Groß erläuterte, dass neben dem Stellwerk selbst auch die Bahnübergangstechnik komplett erneuert werden müsse. Die alten Komponenten aus den 90er Jahren sind mit moderner Technik nicht mehr kompatibel. Mit dem neuen Elektronischen Stellwerk (ESTW) sollen künftig sogar zusätzliche Kapazitäten für den Zugverkehr geschaffen werden. Der Startschuss für die Fundamentarbeiten fällt bereits in der ersten Maiwoche; bis Ende September 2026 soll die Anlage betriebsbereit sein.

Fahrplan für Fahrgäste: Eingleisigkeit und Vollsperrungen
Die umfassenden Bauarbeiten bringen jedoch unvermeidbare Einschränkungen mit sich. Ab Ende Mai 2026 müssen Reisende mit deutlichen Veränderungen im Fahrplan rechnen:
• Eingleisiger Betrieb: Vom 30. Mai bis 3. Juli sowie vom 6. Juli bis 4. September 2026 steht zwischen Biederitz und Möser wechselweise nur ein Gleis zur Verfügung.
• Vollsperrungen: Komplett gesperrt wird die Strecke am Wochenende vom 3. Juli (23:55 Uhr) bis zum 6. Juli (04:00 Uhr) sowie für einen längeren Zeitraum vom 4. bis zum 30. September 2026.

Ersatzverkehr noch in Planung
Für die Zeit der Sperrungen wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Da die detaillierten Planungen hierfür noch laufen, konnten beim Bürgerdialog noch keine konkreten Taktzeiten oder Haltestellen genannt werden. Die anwesenden Bürger baten darum, dass die Ausschilderung für die Haltestellen besser erfolgen müsse als im Vorjahr.

Die Deutsche Bahn bittet die Fahrgäste bereits jetzt um Verständnis für die Unannehmlichkeiten.

Aktuelle Informationen zu den erforderlichen Fahrplanänderungen und dem Ersatzverkehr werden rechtzeitig auf den Portalen https://www.bahn.de/service/fahrplaene/bauarbeiten sowie unter https://www.insa.de/ veröffentlicht. Informationen zu dem Projekt Neubau des Stellwerkes Gerwisch finden Interessierte unter https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/gerwisch-stellwerk.

Bilder

Mitarbeiter der Projektleitung der DB und Bürger im Dialog. Foto: ub
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Kommentare

  •  
    Herr Bohnenstroh schrieb um 20:23 Uhr am 02.05.2026:
    Der Baubeginn der Nordverlängerung A 14 (155 km) erfolgte 2011. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant. Also 19 Jahre oder 6935 Tage. In China wure eine Autobahn (157 km) zwischen Pekink und Macau in wenigen Monaten realisiert
    • Jue Strak schrieb um 10:42 Uhr am 14.05.2026:
      Moin,
      in China wird auch niemand gefragt, ob er was gegen eine staatliche Maßnahme hat. Wenn die Partei sagt wir bauen da, wird gebaut. Wer im Weg ist, kommt weg. Die Partei bestimmt, was Du vorher zu wissen bekommst. Die Partei bestimmt sowieso alles. Das funktioniert sehr gut, und wenn Du machst was die Partei von Die will und stoisch alles erträgst, kannst Du da gut leben. So gut, wie die Partei beschließt, das es für sie gut ist.
    • Ina schrieb um 22:09 Uhr am 02.05.2026:
      "Der Baubeginn der Nordverlängerung A 14 (155 km) erfolgte 2011. "

      Ja, in Sachsen-Anhalt.
      Im Brandenburgischen war man da schon lange fertig...