Sachsen-Anhalt startet „Masterplan Zukunftsgeneration“ gegen steigende Jugendarbeitslosigkeit
Stadtgeschehen
Erstellt: 04.05.2026 / 15:05 Uhr von ub
Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen in Sachsen-Anhalt hat im Februar 2026 die Zehn-Prozent-Marke erreicht. Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung bündeln die Landesregierung und die Bundesagentur für Arbeit ihre Kräfte: Mit einer großangelegten Offensive sollen benachteiligte Jugendliche aktiviert, qualifiziert und konsequent in Ausbildung gebracht werden, während gleichzeitig der Druck auf Verweigerer zunimmt.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt für die 15- bis 25-Jährigen in Sachsen-Anhalt spitzt sich zu. Im Februar 2026 kletterte die Jugendarbeitslosenquote auf rund 10 Prozent – ein deutlicher Zuwachs um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Um diesen Trend umzukehren, erarbeiten das Land und die Bundesagentur für Arbeit derzeit den „Masterplan Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalt“, der mit einer Laufzeit bis 2030 als konzertierte Aktion fungieren soll.
Ausbildung als Schutzschild gegen Arbeitslosigkeit Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne verwies darauf, dass Sachsen-Anhalt trotz der Krise mit einem Ausbildungsanteil von 42,8 Prozent nach der Sekundarstufe I über dem Bundesdurchschnitt (37,6 Prozent) liegt. Dennoch betrifft die Arbeitslosigkeit vor allem jene ohne Abschluss: Bundesweit verfügen über 70 Prozent der arbeitslosen jungen Menschen über keinerlei Berufs- oder Studienabschluss.
„Die steigende Jugendarbeitslosigkeit trifft nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Unternehmen, die händeringend Nachwuchskräfte suchen“, so Grimm-Benne. Programme wie das Berufsorientierungsprojekt „BRAFO“, das jährlich 11.000 Schüler unterstützt, sollen daher gestärkt werden. Markus Behrens von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit ergänzte, dass der Masterplan gezielt Instrumente für Jugendliche mit Migrationshintergrund oder besonderem Unterstützungsbedarf bündelt.
Konsequentes Durchgreifen im Jerichower Land Während auf Landesebene die Förderung im Fokus steht, werden regional auch schärfere Töne angeschlagen. Im Jerichower Land, wo die Quote zuletzt Höchstwerte wie zur Corona-Zeit erreichte, kündigte Landrat Steffen Burchhardt (SPD) harte Konsequenzen an. Er warnt vor einem „Bumerang-Effekt“ für die Gesellschaft, wenn Fachkräfte in Pflege, Handwerk oder Arztpraxen fehlen.
Die Strategie gegen den Stillstand umfasst klare Maßnahmen: • Finanzielle Sanktionen: Wer zumutbare Jobs oder Ausbildungsplätze ohne triftigen Grund ablehnt, muss mit Leistungskürzungen rechnen. • Vorfahrt für Bildung: Schulschwänzer rücken ins Visier der Behörden. Familien drohen Bußgelder, während für die Jugendlichen Sozialstunden vorgesehen sind. • Aktivierungsprogramme: Über Initiativen wie „Stabil“ sollen junge Menschen motiviert werden, den Einstieg in qualifizierte Berufe zu finden.
Die Botschaft der Verantwortlichen ist unmissverständlich: Staatliche Unterstützung wie das Bürgergeld darf keine dauerhafte Lebensgrundlage ohne Eigeninitiative sein.
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Quelle: Arbeitsagentur
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Dr. Steffen Burchhardt (Landrat des Landkreises Jerichower Land), Arbeitsagentur-Chef Matthias Kaschte und Markus Weidel (Geschäftsführer des Jobcenters Jerichower Land).
Foto: ub
Da ist der Landrat Steffen Burchhardt (SPD) mit harten Sanktionen schnell präsent. Dabei sind die Gründe wohl seit Jahren bekannt. Das Schulsystem ist eine wahre Katastrophe im Land. Was fehlendes Lehrpersonal, Schulsozialarbeiter, überfüllte Klassen, Ausfallstunden betrifft, steht Sachsen-Anhalt sehr weit hinten im bundesweiten Ranking. Was sind denn zumutbare Jobs? Alles oder nichts? Beispiel: Entweder du sammelst den Müll, mähst den Rasen, oder arbeitest in der Tafel für ein Taschengeld, sonst Sanktion?! Du musst den Ausbildungsberuf erlernen, egal ob du es willst, er zu dir passt oder dich interessiert, sonst Sanktion?! Wer als Landrat so agiert hat rein gar-nichts verstanden, und dann noch als SPD-Mitglied.
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Torsten B. schrieb um 14:34 Uhr am 05.05.2026: