Autobahnpolizei deckt bei Liegenbleiber Straftatenserie auf
Stadtgeschehen
Erstellt: 05.05.2026 / 12:03 Uhr von mr
Was wie eine harmlose Hilfeleistung für ein liegengebliebenes Auto begann, entwickelte sich in der Nacht zu Montag zu einem handfesten Kriminalfall. Beamte der Autobahnpolizei kontrollierten einen Ford auf der A14 bei Osterweddingen und stießen dabei auf gestohlene Kennzeichen, reichlich Alkohol und ein seit Jahren stillgelegtes Fahrzeug.
Gegen 02:15 Uhr entdeckte eine Streife den Ford Mondeo, der gefährlich auf dem Verzögerungsstreifen zum Parkplatz Sülzegrund stand. Nachdem die Polizisten den Wagen aus der Gefahrenzone in eine sichere Parkbucht geschoben hatten, folgte bei der routinemäßigen Überprüfung die erste Überraschung. Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen waren erst vor wenigen Tagen als gestohlen gemeldet worden. Zudem stellte sich heraus, dass der Ford selbst bereits seit über drei Jahren offiziell außer Betrieb gesetzt war und somit über keinerlei Versicherungsschutz verfügte.
Die beiden Insassen, zwei Männer im Alter von 59 und 61 Jahren, machten auf die Beamten zudem einen sichtlich berauschten Eindruck. Während ein Atemalkoholtest beim Beifahrer stolze 2,17 Promille ergab, verweigerte der 61-jährige mutmaßliche Fahrer den Test beharrlich. Er musste die Beamten zur Blutprobenentnahme begleiten. Erschwerend kam hinzu, dass der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.
Der Beschuldigte versuchte die Situation zu retten, indem er behauptete, eine mysteriöse dritte Person habe das Auto gesteuert und sich bereits vom Acker gemacht – eine Schutzbehauptung, die die Ermittler wenig überzeugte. Die Polizei beschlagnahmte den Wagen sowie weitere Beweismittel. Gegen den 61-Jährigen wurde ein umfangreiches Strafregister eröffnet, das von Trunkenheit im Verkehr über Urkundenfälschung bis hin zum Fahren ohne Führerschein reicht.
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