Millionenschwere Investition: Magdeburgs „Gute Stube“ wird zur Sicherheitszone mit Wohlfühlfaktor
Stadtgeschehen
Erstellt: 05.05.2026 / 17:03 Uhr von mr
Ein starkes Signal für die Landeshauptstadt. Mit über einer Million Euro vom Land Sachsen-Anhalt wird der Alte Markt in Magdeburg künftig besser vor Gefahren geschützt – ohne dabei seinen einladenden Charakter zu verlieren.
Sicherheit trifft Stadtgestaltung Der Alte Markt ist das pulsierende Herz Magdeburgs. Ob beim täglichen Wochenmarkt, bei großen Stadtfesten oder dem traditionellen Weihnachtsmarkt – hier kommen Menschen zusammen. Um diesen zentralen Ort noch sicherer zu machen, stellt das Land Sachsen-Anhalt rund eine Million Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ bereit.
Infrastrukturministerin Lydia Hüskens übergab heute den offiziellen Bescheid an Oberbürgermeisterin Simone Borris. Das Ziel ist klar: Den Schutz der Bürger massiv zu erhöhen, während die Attraktivität des Platzes erhalten bleibt.
Schutzmaßnahmen für ein weitläufiges Areal Die geplanten Maßnahmen zielen vor allem darauf ab, sogenannte Überfahrtaten zu verhindern. Dabei beschränkt sich das Projekt nicht nur auf den Marktplatz selbst.
Die Sicherheitszone umfasst auch die angrenzenden Bereiche: - Ernst-Reuter-Allee - Jakobstraße - Julius-Bremer-Straße - Breiter Weg
Wegen der offenen Struktur des Geländes und der direkten Anbindung an den Verkehr ist es notwendig, unkontrollierte Fahrzeuganfahrten durch bauliche Lösungen zu erschweren.
Mehr als nur Poller: Funktionale Ästhetik Statt rein martialischer Barrieren setzt Magdeburg auf ein smartes Konzept. Neben klassischen Pollersystemen und Zufahrtssperren kommen multifunktionale Elemente zum Einsatz, die zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllen:
Schutzfunktion: Massive Barrieren verhindern das Durchbrechen von Fahrzeugen.
Aufenthaltsqualität: Die Sicherungen werden als Sitzgelegenheiten, moderne Pflanzkübel, Beleuchtungselemente oder Fahrradständer getarnt.
„Ich danke dem Land ausdrücklich für die Unterstützung“, betonte Oberbürgermeisterin Simone Borris. „Wir verbessern die Sicherheit im öffentlichen Raum und wahren gleichzeitig die Qualität unseres zentralen Begegnungsortes.“
Durch die Kombination aus fest installierten und mobilen Modulen bleibt die Stadt flexibel und kann die Schutzmaßnahmen je nach Veranstaltung und Bedarf individuell anpassen.
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