Wasserschutzpolizei startet Schwerpunktkontrollen zu Alkohol und Drogen
Stadtgeschehen
Erstellt: 10.05.2026 / 12:05 Uhr von ub/pm
Zum Saisonstart der Freizeitschifffahrt nimmt die Wasserschutzpolizei Sachsen-Anhalt die Fahrtüchtigkeit ins Visier. Vom 14. bis 25. Mai 2026 müssen sich Kapitäne und Crewmitglieder auf verstärkte Kontrollen einstellen – besonders im Hinblick auf den Konsum von Alkohol und Cannabis.
Wenn die Temperaturen steigen und die Wassersportsaison in Sachsen-Anhalt offiziell Fahrt aufnimmt, steigt erfahrungsgemäß auch das Risiko von Unfällen durch Leichtsinn. Doch was auf der Straße längst Konsens ist, wird auf dem Wasser mitunter unterschätzt: Wer berauscht ein Schiff führt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs.
Kontrollen für Profis und Freizeitskipper Die Wasserschutzpolizei (WSP) Sachsen-Anhalt hat daher angekündigt, im Zeitraum vom 14.05. bis zum 25.05.2026 landesweit intensive Schwerpunktkontrollen durchzuführen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein tonnenschweres Güterschiff oder ein kleines Sportboot handelt.
Besonders wichtig: Die geltenden Promillegrenzwerte betreffen keineswegs nur den Schiffsführer allein. Auch Personen, die zeitweise Kurs und Geschwindigkeit bestimmen oder zur vorgeschriebenen Mindestbesatzung gehören, müssen absolut fahrtüchtig sein.
Fokus auf Cannabis-Prävention Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf den Auswirkungen der Cannabis-Legalisierung aus dem Jahr 2024. Die Polizei stellt klar: Die Liberalisierung im privaten Bereich entbindet niemanden von der Verantwortung auf den Wasserstraßen. Um Personen- und Sachschäden zu vermeiden, gilt weiterhin ein striktes Verbot, Wasserfahrzeuge unter dem Einfluss berauschender Mittel zu führen.
„Wir wollen durch diese Maßnahmen das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen stärken“, so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.
Ziel: Unfallfreie Saison Die Kontrollen finden sowohl auf den Landesgewässern als auch auf den Bundeswasserstraßen statt. Ziel der Beamtinnen und Beamten ist es nicht primär, Bußgelder zu verhängen, sondern die Sicherheit auf Elbe, Saale und den Kanälen durch Präsenz und Sensibilisierung nachhaltig zu erhöhen. Für die Wassersportler bedeutet das: Wer genießt, sollte das Steuer rechtzeitig abgeben – damit der Ausflug ins Blaue nicht mit einem blauen Wunder endet.
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