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Drogen, Waffen und ein Haftbefehl: Bilanz der Großkontrollen auf Sachsen-Anhalts Autobahnen

Verkehr
  • Erstellt: 11.05.2026 / 07:05 Uhr von ub/pm
Die Autobahnpolizei Magdeburg hat am vergangenen Wochenende ein Netz aus Kontrollen über die A2, A14 und A36 gespannt. Die Bilanz der Beamten ist ernüchternd: Neben zahlreichen berauschten Fahrern klickten in Calbe sogar die Handschellen.


Es war ein arbeitsreiches Wochenende für den Zentralen Verkehrs- und Autobahndienst der Polizeiinspektion Magdeburg. Zwischen Freitag (08.05.) und Sonntag (10.05.2026) nahmen die Einsatzkräfte den Verkehr auf den Hauptverkehrsadern A2, A14 und A36 sowie in den angrenzenden Landkreisen unter die Lupe. Das Ergebnis ist eine lange Liste an Straftaten und gefährlichen Verstößen.

Berauscht und ohne Erlaubnis am Steuer
Insgesamt deckten die Beamten fünf handfeste Verkehrsstraftaten auf. Drei Fahrzeugführer waren ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs, ein weiterer Wagen rollte ohne gültigen Versicherungsschutz über die Autobahn.

Besonders gefährlich: Ein Autofahrer wurde mit einer riskanten Mischung aus 0,94 Promille Atemalkohol und unter dem Einfluss von Kokain gestoppt. Er war jedoch nicht der einzige, der fahruntüchtig am Verkehr teilnahm. Sechs weitere Fahrer stehen im dringenden Verdacht, ihre Fahrzeuge unter Drogeneinfluss geführt zu haben. Die Vortests reagierten hier auf: THC (Cannabis), Amphetamin und Kokain.

Für alle Betroffenen endete die Fahrt an Ort und Stelle. Es folgten Blutprobenentnahmen und die Einleitung entsprechender Verfahren.

Funde im Fahrzeug: Waffen und Betäubungsmittel
Neben den Fahrverstößen förderten die Durchsuchungen der Fahrzeuge auch illegale Gegenstände zutage. Die Polizisten stellten eine geringe Menge Kokain sowie gefährliche Waffen sicher, darunter ein verbotener Schlagstock und ein nicht zugelassenes Pfefferspray. Gegen die Besitzer wurden Strafverfahren eingeleitet.

Festnahme in Calbe: 2.500 Euro oder Gefängnis
Einen besonderen Erfolg verbuchten die Beamten am Samstagvormittag in der Ortslage Calbe. Bei der routinemäßigen Überprüfung eines 30-jährigen Deutschen stellte sich heraus, dass gegen ihn ein offener Haftbefehl vorlag. Da der Mann die fällige Summe von rund 2.500 Euro zur Abwendung der Haft nicht aufbringen konnte, wurde er direkt in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Polizei kündigte an, auch künftig mit verstärkten Kontrollen präsent zu sein, um die Sicherheit auf den Transitstrecken der Region zu erhöhen.

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