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Erinnerungsstele ersetzt zerstörte Bronzeplastik „Spielende Kinder“ am Schleinufer

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 06.07.2026 / 09:03 Uhr von mr
Nach der Zerstörung der Bronzeplastik „Spielende Kinder“ im Jahr 2023 erinnert am Magdeburger Schleinufer künftig eine Stele an das Kunstwerk. Eine originalgetreue Rekonstruktion war aus technischen und urheberrechtlichen Gründen nicht möglich.

Die Landeshauptstadt Magdeburg erinnert künftig mit einer Edelstahlstele an die Bronzeplastik „Spielende Kinder“ der Künstlerin Ursula Schneider-Schulz. Das Kunstwerk war seit 1974 am Schleinufer zwischen dem Petriförder und dem Elbpegel Strombrücke aufgestellt, wurde jedoch im Juni 2023 durch Vandalismus zerstört und teilweise gestohlen.

Am 27. Juni 2023 wurde die Stadtverwaltung über die Beschädigung informiert. Trotz polizeilicher Ermittlungen konnten weder der genaue Tatzeitpunkt noch der Ablauf des Vorfalls geklärt werden. Rund zwei Wochen später wurden die verbliebenen Teile der Skulptur abgebaut und im Kunstdepot des Fachbereichs Kunst und Kultur eingelagert.

Der Stadtrat befasste sich anschließend mit der Zukunft des Kunstwerks. Dabei wurden unter anderem die Erben der 2015 verstorbenen Künstlerin kontaktiert und beschlossen, am ehemaligen Standort eine Erinnerungsstele aufzustellen, falls eine Rekonstruktion nicht möglich sein sollte.

Eine originalgetreue Wiederherstellung scheiterte jedoch aus technischen und urheberrechtlichen Gründen. Das ursprüngliche Gipsmodell der Skulptur konnte trotz intensiver Recherchen nicht gefunden werden. Ohne diese Vorlage ist weder ein Nachguss noch eine Rekonstruktion des Kunstwerks möglich. Zudem lehnten die beiden Enkelinnen der Künstlerin als Urheberrechtsinhaberinnen die Anfertigung eines neuen, dem Original nachempfundenen Kunstwerks ab und sprachen sich stattdessen für eine Erinnerungsstele aus.

Die Edelstahlstele entstand in enger Abstimmung mit den Erben der Künstlerin. Entworfen wurde sie von Designer Ulrich Wohlgemuth (ERGO FORM design), einem langjährigen Vertrauten und Unterstützer von Ursula Schneider-Schulz. Die technisch anspruchsvolle Einzelanfertigung wurde von der Firma Stahl- und Metallbau Kärsten GmbH gefertigt.

Die Herstellung und Aufstellung der Erinnerungsstele kosteten rund 7.200 Euro. Die Kosten trägt die Landeshauptstadt Magdeburg auf Grundlage des entsprechenden Stadtratsbeschlusses.

Bilder

Quelle: Stadt Magdeburg / Facebook
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