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Magdeburg setzt ein Zeichen gegen das Vergessen

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 31.07.2026 / 11:03 Uhr von mr/pm
Magdeburg erinnert Anfang August mit einer Mahnwache und einer Kranzniederlegung an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Gemeinsam mit dem Internationalen Versöhnungsbund setzt Oberbürgermeisterin Simone Borris ein Zeichen für Frieden und gegen Atomwaffen.

Die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki wurden 1945 durch amerikanische Atombomben zerstört. Zum 81. Jahrestag des ersten Atombombeneinsatzes erinnert Oberbürgermeisterin Simone Borris gemeinsam mit der Magdeburger Ortsgruppe des Internationalen Versöhnungsbunds am 6. August um 10 Uhr vor dem Alten Rathaus an die verheerenden Folgen von Atomwaffengewalt.
Zudem werden am 9. August um 14 Uhr an der Stele der Völkerfreundschaft auf dem Lukashügel Kränze niedergelegt. Interessierte sind zu beiden Terminen herzlich willkommen.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs setzten die USA erstmals in der Weltgeschichte Atombomben ein, die am 6. und 9. August 1945 die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zerstörten. Über hunderttausend Menschen starben sofort oder an den Folgen des Kernwaffeneinsatzes, der auch eine Katastrophe für die Umwelt bedeutete und sich bis heute auf die Gesundheit der Menschen auswirkt.

In der Landeshauptstadt Magdeburg wird regelmäßig an diese Zerstörungskraft von Atombomben erinnert. Alle fünf Jahre findet die Magdeburger Stadtgesellschaft für ein zentrales Gedenken an der Stele der Völkerfreundschaft auf dem Lukashügel zusammen, um an die Opfer und die Zerstörung der Atombombenabwürfe von 1945 zu erinnern, zuletzt im vergangenen Jahr aus Anlass des 80. Jahrestags.

Über das Friedensnetzwerk „Mayors for Peace“ ist die Landeshauptstadt in besonderer Weise mit Hiroshima verbunden: Magdeburg ist seit 1985 Mitglied in dem Verband, der vom ehemaligen Bürgermeister Hiroshimas gegründet wurde. Zudem wächst seit 2023 auf der Magdeburger Wiese der Städtepartnerschaften ein Ginkgobaum aus Hiroshima – ein Ableger einer der wenigen Pflanzen, die den Feuersturm überlebt hatten.

In der DDR wurde zudem eine Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Nagasaki angestrebt, jedoch nach der politischen Wende nicht weiterverfolgt. Daher steht seit 1981 in Nagasaki ein Duplikat der Stele der Völkerfreundschaft – ein Geschenk Magdeburgs.

Bilder

Quelle: Stadt Magdeburg / Simone Borris
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